Netzwerk Respekt

Ziel der Selbsthilfegruppe „Netzwerk Respekt am Arbeitsplatz – Paten als Wegweiser aus der Krise“ ist die Begleitung und Unterstützung von Menschen, die in Folge von Mobbing am Arbeitsplatz in eine gesundheitliche, psychische oder existentielle Krise geraten und aufgrund ihrer finanziellen oder psychischen Situation nicht in der Lage sind, verfügbare Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen.
 
Die Mobbing Beratung München / Konsens e.V. verfügt als gemeinnützige Initiative von Betroffenen und Professionellen ohne öffentliche Förderung seit 1993 über umfangreiche Erfahrung in der Beratung und Unterstützung von Menschen, die von Mobbing betroffen sind. Wer akut in der Krise steckt hat oft nicht mehr die Kraft, diese Hilfsangebote auch wahrzunehmen und aufzusuchen. Die Folge: Trotz der bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten werden Menschen krank, geben auf. Sie fallen einfach durchs Netz. In einer solchen Situation kann es lebenserhaltend sein, jemanden zuverlässig an seiner Seite zu wissen.
 


Die Patinnen und Paten

Den Kern der Selbsthilfegruppe bilden „Patinnen“, die aktuell von Mobbing betroffene Frauen und Männer begleiten und unterstützen. Die Patinnen haben ganz unterschiedliche Hintergründe: bespielsweise eine Selbstständige, eine Pädagogin, eine Betriebsrätin und ausgebildete Mobbing- und Konfliktberaterin, eine Patin, die im Personalbereich tätig ist, sowie Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen und dem Dienstleistungsbereich. Es handelt sich überwiegend um ehemals Betroffene, die, motiviert durch ihre eigene Erfahrung, anderen Menschen in dieser kritischen Lebenssituation beistehen wollen. Die Motivation, als Patin oder Pate mitzuarbeiten, ergibt sich in der Regel aus eigener Betroffenheit oder dem Wunsch, anderen zu helfen und sich im Beratungsbereich weiter zu qualifizieren.
 
Die „Paten“ leisten eine begleitende, ehrenamtliche Einzelfallhilfe für akut Betroffene, um sie auf ihrem Weg aus dem Mobbingdschungel zu unterstützen. Betroffene, welche die Krise erfolgreich bewältigt haben, können durch ihre eigene Erfahrung und ihr eigenes Beispiel emotionale und praktische Unterstützung leisten. Die Erfahrung zeigte aber, dass diese ehemals Betroffenen auf diese Tätigkeit vorbereitet werden müssen und der Unterstützung, Begleitung und Beratung bedürfen. Die Fähigkeit zum hilfreichen Beraten muss erlernt und geübt werden. Sie müssen in die Lage versetzt werden, sich davor zu schützen, dass sie sich nicht selbst überlasten. Sie benötigen Zeit und Raum zum Austausch der Empfindungen und praktischen Erfahrungen. Sie brauchen fachliche Beratung in allen auftretenden Fragen.


Logo Stadtsparkasse - Soziales -Der Aufbau des „Netzwerk Respekt am Arbeitsplatz“ war durch Mittel der Stiftung Soziales München der Stadtsparkasse München möglich.

Logo LhM SozialreferatSeit 2010 wird die Selbsthilfegruppe über Mittel zur Sozialen Selbsthilfe der Landeshauptstadt München bezuschusst.