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Erste Hilfe bei Mobbing am Arbeitsplatz - der rechtliche und psychologische Notfallkoffer

04.07.2017 21:00

1. Hilfe bei Mobbing am Arbeitsplatz - der rechtliche und psychologische Notfallkoffer

Bei Mobbing und anderen eskalierten Konflikten am Arbeitsplatz ist die Verunsicherung groß:

Die Betroffenen fühlen sich ohnmächtig und hilflos ausgeliefert. Kurzschlussreaktionen oder – häufiger – zu langes Abwarten sind die Folge. Der richtige Zeitpunkt und die angemessene Form der Reaktion werden verpasst. Die Auswirkungen sind gesundheitliche Probleme und Resignation.

Führungskräfte und Arbeitgeberverantwortliche wollen die Schwere und Dringlichkeit des Konfliktes nicht wahrhaben. Der Konflikt stört die sowieso schon überlastete Alltagsroutine und das eigene Selbstbild. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Der Konflikt wird auf die lange Bank geschoben oder die fehlende Erfahrung mit eskalierten Konflikten führt zu Reaktionen, die nicht helfen. Die Eskalation schreitet fort.

Arbeitnehmervertretungen fühlen sich durch Mobbing-Vorwürfe oft überfordert. Die verzweifelten, schwer nachprüfbaren Ausführungen der Betroffenen passen nicht in das rechtliche Korsett der Betriebs- oder Personalratsarbeit oder der von Mitarbeitervertretungen und Schwerbehindertenvertrauens­personen.

Wichtige Zeit verstreicht. Die Zeit, in der eine Bearbeitung der Mobbing- oder Konfliktsituation noch konstruktiv und mit der Chance auf ein gutes Ergebnis möglich wäre.

Rechtsanwalt Wilfried Dormann und Diplom-Psychologe Ludwig Gunkel präsentieren 13 Handlungsempfehlungen für Beschäftigte, Arbeitnehmervertretungen und Führungskräfte im Umgang mit Mobbing aus rechtlicher und psychologischer Sicht.

Die 13 Punkte für den Notfallkoffer

Handlungsempfehlungen: 

  • Konfliktgespräche konstruktiv führen
  • Gegen unfaire Handlungen Stellung beziehen
  • Sachverhalte und Handlungen dokumentieren
  • Frühzeitig aktiv handeln
  • Stärken und Unterstützung mobilisieren
  • Mobbing verstehen und begreifen
  • Eigene Ziele bestimmen
  • Beschwerde einreichen bzw. entgegennehmen
  • Meine Rechte im Arbeitsverhältnis kennen
  • Professionelle Hilfe und Netzwerke in Anspruch nehmen
  • Juristische Abwehrmöglichkeiten gegen Mobbing als Betroffener nutzen
  • Konflikte konsequent bearbeiten
  • Juristische Abwehrmöglichkeiten als Arbeitgeber im Einzelfall nutzen

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